Pressenews

Einwanderung gewährleistet Österreichs Ernährungssicherheit

Wachstum in der österreichischen Gastronomie ist Einwanderern zu verdanken

Wann immer wir eine Mahlzeit zu uns nehmen, steckt darin viel Zusammenarbeit von Menschen aus aller Welt.

Mahlzeiten sind Teamarbeit

Ob Schnitzel, Gemüse oder Torte – jedes Gericht, das wir in Österreich genießen, ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von Menschen aus aller Welt. In jedem Produktionsschritt – von der Landwirtschaft über den Transport bis hin zur Gastronomie – sind eingewanderte Arbeitskräfte beteiligt. Ohne sie wäre unsere Ernährungssicherheit nicht gewährleistet.

Einwanderung stärkt Österreich

Seit 1991 ist die Bevölkerung Österreichs um rund 1,4 Millionen Menschen gewachsen – vor allem durch Einwanderung. Heute leben mehr als 1,8 Millionen ausländische Staatsbürger im Land. Sie sind in allen Bereichen des Lebensmittelsektors unverzichtbar.

Zahlen, die überzeugen

  • Lebensmittelhandel: Fast jede*r Dritte hat einen Einwanderungshintergrund, unter den Arbeiter:innen sind es sogar 44%.
  • Transport: 40% der Arbeit wird von Eingewanderten erledigt, in Wien sind es 78% der LKW-Fahrer.
  • Lebensmittelproduktion: 35% der Beschäftigten haben internationale Wurzeln.
  • Gastronomie: Mehr als jede dritte Arbeitskraft ist eingewandert, in Städten bis 100.000 Einwohner sogar 81%.

Günther Ogris und Wolfgang Veit sprechen über die Wichtigkeit der Einwanderung, Fotos: Sarah Steinhäusler

Landwirtschaft: Saisonarbeit aus dem Ausland

In der Landwirtschaft arbeitet ein hoher Anteil an einheimischen Selbstständigen und mitarbeitenden Familienangehörigen. Hier wird der Blick auf andere Personengruppen interessant – auf die unselbständig Beschäftigten, auf die Saison-Arbeitskräfte und die Erntehelfer.

In Österreich stammen 16% der unselbständig beschäftigten Eingewanderten aus anderen Ländern. In Wien macht der Anteil 51% aus, gefolgt von Niederösterreich mit 18% und Burgenland und Kärnten mit jeweils 15%. Der Mikrozensus ist eine Datenerhebung der Wohnbevölkerung, das heißt, dass internationale Saisonarbeitskräfte ohne Hauptwohnsitz nicht in der Stichprobe enthalten sind.

Lebensmittelindustrie: Vielfalt in allen Bereichen

In kaum einer Branche ist der Beitrag von eingewanderten Menschen so sichtbar wie in der Lebensmittelindustrie.

In der Obst- und Gemüseverarbeitung liegt der Anteil bei 85%. In der Milch- und Fleischproduktion wird rund jedes dritte Produkt von eingewanderten Arbeitskräften verarbeitet. Auch im Einzelhandel ist ihr Beitrag groß: Knapp ein Drittel aller Beschäftigten sind Eingewanderte, in Wien sind es sogar 63%.

Unser tägliches Brot ist international

Egal ob auf dem Feld, im Supermarkt oder im Restaurant: Eingewanderte Menschen arbeiten Hand in Hand mit Einheimischen und sichern damit die Versorgung Österreichs. Ohne ihre Arbeit gäbe es keine gefüllten Regale, keine volle Speisekarte und keine Garantie für unsere Ernährungssicherheit.

Günther Ogris untermauert die Bedeutung der Zusammenarbeit mit Eingewanderten, Fotos: Sarah Steinhäusler

Weitere Informationen und Pressebericht

Viele weitere Informationen und Grafiken dazu findest du in unserem Pressebericht. Die Daten zu den Grafiken findest du hier, den Pressebericht hier.

Weitere Beiträge

Feeding Center Hawzien

Hilfe, die ankommt: Mahlzeiten für Kinder und Witwen.

zum Artikel >>

Hitzige Debatte #02

Gesellschaftliche Spannungen, neue Perspektiven und offener Austausch: Die Hitzigen Debatten laden am 28. April 2026 in die Sauna ein, um zentrale Zukunftsfragen gemeinsam zu beleuchten und konstruktive Ideen zu entwickeln.

zum Artikel >>

Demokratie und Stadtentwicklung

Wien ist eine der lebenswertesten Städte der Welt – kein Zufall, sondern das Ergebnis jahrzehntelanger demokratischer Stadtpolitik. Sozialwissenschafter Günther Ogris zeigt, warum Demokratie und Stadtentwicklung untrennbar verbunden sind und welche Kräfte dieses Fundament heute gefährden.

zum Artikel >>